Weniger Verkehrsunfälle in Brandenburg

Veröffentlicht am 20.02.2025 in Verkehr

Die Zahl der Verkehrsunfälle in Brandenburg ist im vergangenen Jahr 2024 gesunken. Insgesamt wurden 73.543 Unfälle registriert, wie Innenministerin Katrin Lange bei der Vorstellung der vorläufigen Verkehrsunfallbilanz 2024 mit Verkehrsminister Detlef Tabbert und Polizeivizepräsident Jan Müller in Potsdam mitteilte. Im Jahr 2023 wurden noch 74.250 Verkehrsunfälle gezählt. Gestiegen ist dagegen die Zahl der Verletzten von 10.948 Verletzten 2023 auf 10.965 Verletze im vergangenen Jahr. Die Zahl der Verkehrsunfalltoten stieg von 108 auf 114. 

Dazu Jörg Vogelsänger, Präsident der Brandenburger Verkehrswacht: "Es gibt keinen Anlass, bei den Aktionen für die Sicherheit im Straßenverkehr, insbesondere für unsere Kinder, nachzulassen." Die Landesverkehrswacht Brandenburg bleibt auch 2025 wichtiger Partner in der Verkehrssicherheitsarbeit. Als Beispiele seien genannt: Aktion „Toter Winkel“; E-Scooter Training; Landeswettbewerb „Bester Radfahrer“. Werben möchte ich auch für die aktive Mitarbeit in der Verkehrswacht. Für freuen uns über jede und jeden, der mitmacht.

 

Fakten zum Unfallgeschehen 2024

65 Prozent als Verkehrsunfälle (48.280) ereignen sich innerhalb geschlossener Ortschaften (2023: 49.503). 6.969 Menschen wurden verletzt (2023: 6.891) und 32 Verkehrsteilnehmer getötet (2023: 34).

Die Zahl der Getöteten außerhalb geschlossener Ortschaften ist auf 63 (2023: 56) gestiegen. Insgesamt wurden dort 18.730 Verkehrsunfälle (2023: 17.926) mit 2.734 Verletzten (2023: 2.604) gezählt.

Auf Autobahnen wurden 6.533 Verkehrsunfälle (2023: 6.821) registriert. Verletzt wurden dabei 1.262 Verkehrsteilnehmer (2023: 1.453), 19 Menschen (2023: 18) sind bei Verkehrsunfällen auf Autobahnen ums Leben gekommen.

Der Güterverkehr war an 11.406 Verkehrsunfällen beteiligt (2023: 10.795). Die Zahl der Verletzten stieg auf 1.304 (2023: 1.207) Die Zahl der Getöteten stieg auf 26 (2023: 21). Auf den Bundesautobahnen ereigneten sich 2.268 Verkehrsunfälle unter Beteiligung eines Güterkraftfahrzeugs (2023: 2.388). Dabei wurden 391 Verkehrsteilnehmer verletzt (2023: 490) und 9 getötet (2023: 10). 

Die häufigste Verkehrsunfallursache war im vergangenen Jahr die nicht angepasste oder überhöhte Geschwindigkeit bei 6.142 Verkehrsunfällen (2023: 6.151).

Abstandsunfälle sind auf 5.824 (2023: 6.681) gesunken, bei der Anzahl der Verletzten konnte ein Rückgang auf 1.716 (2023: 1.873) registriert werden, bei den Getöteten auf 6 (2023: 8). Zurückgegangen sind auch Vorfahrts- und Vorrangunfälle auf 4.312 (2023: 4.483). Die Anzahl der Verletzten ging auf 1.855 (2023: 1.944) zurück, die Zahl der Verkehrsunfalltoten stieg auf 13 (2023: 7).

Abbiegeunfälle stiegen auf 2.702 (2023: 2.279) Unfälle, die der Verletzten auf 1.176 (2023: 970) Personen, die Zahl der Getöteten stieg auf 9 (2023: 2). Gestiegen ist auch die Zahl der Unfälle mit der Hauptunfallursache Überholen auf 2.205 (2023: 2.103).

Unfälle mit Alkohol sind auf 1.126 (2023: 1.182) gesunken. Die Anzahl der Verletzten ging auf 602 (2023: 617) zurück, dagegen stieg die Zahl der Getöteten auf 9 (2023: 5). 

Die Zahl der Verkehrsunfälle unter Betäubungsmitteleinfluss sind auf 229 (2023: 261) gesunken. Ein Rückgang ist bei der Anzahl der Verletzten auf 136 (2023: 155) zu verzeichnen. 

Unter Einfluss von THC (Cannabis) musste dagegen ein Anstieg bei der Zahl der Unfälle auf 120 (2023: 96) festgestellt werden, die Zahl der Verletzten stieg auf 61 (2023: 52), die Zahl der Getöteten sank auf null (2023: 2).

Verkehrsunfälle mit Kindern sind auf 726 (2023: 719) gestiegen. Von 940 verunglückten Kindern insgesamt, verunglückten 397 Kinder als Mitfahrer, deutlich weniger als im Vorjahr (2023: 429). Es starben keine Kinder im Straßenverkehr (2023: 2). Die Zahl der verletzten Kinder stieg auf 940 (2023: 922). 

Durch „Junge Erwachsene“ (Altersgruppe 18 bis einschließlich 24 Jahre) verursachte Verkehrsunfälle sind auf 6.743 (2023: 6.776) gesunken. Die Zahl der Verletzten in dieser Kategorie sank auf 1.250 (2023: 1.366). Die Zahl der Getöteten stieg auf 10 (2023: 4). Verkehrsunfälle unter Beteiligung von Senioren (Altersgruppe 65+) sind auf 18.423 gestiegen (2023: 18.260). Rund sieben von zehn Verkehrsunfällen (13.207) wurden durch Senioren selbst verursacht (2023: 13.115). Es wurden 50 Senioren getötet (2023: 41) und 1.986 (2023: 1.931) verletzt.

Fahrradfahrunfälle (inklusive Pedelec) sind auf 3.829 (2023: 3.758) gestiegen. Rund die Hälfte der Verkehrsunfälle (1.999) wurden durch Fahrradfahrer selbst verursacht (2023: 2.028). 3.035 Fahrradfahrer wurden verletzt (2023: 2.928) und 11 (2023: 13) getötet. 

Fußgängerunfälle sind auf 894 gesunken (2023: 911). Mit 322 wurden rund ein Drittel der Verkehrsunfälle durch Fußgänger selbst verursacht (2023: 304). 694 (2023: 684) Fußgänger wurden verletzt und 12 (2023: 19) getötet.

Motorradunfälle sind auf 1.291 (2023: 1.237) gestiegen. Mit 734 wurden mehr als die Hälfte der Verkehrsunfälle durch diese selbst verursacht (2023: 689). Die Zahl der getöteten Motorradfahrer sank auf 16 (2023: 17).

 
 

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