Prognose: Brandenburger werden wieder weniger

Veröffentlicht am 30.11.2018 in Allgemein

Das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg hat die Bevölkerungsprognose aus dem Jahr 2015 aktualisiert. Die Vorausberechnung bis zum Jahre 2030 berücksichtigt die jüngeren Entwicklungen wie den Zuzug von Flüchtlingen und Geburtenzuwachs. Die Ergebnisse:

Die Bevölkerungszahl im Land Brandenburg wird in den Jahren 2017 bis 2030 gegenüber dem Stand am 31.12.2016 um ca. 44 000 Personen (1,7 Prozent) zurückgehen. Für das Jahr 2030 ergibt das 2,45 Mio. Einwohner. So eine mittlere Variante in der Berechnung.

In den Jahren bis 2020 ist noch ein leichtes Bevölkerungswachstum wahrscheinlich. Die hohen Wanderungsgewinne würden das Geburtendefizit (es sterben mehr Bürger als geboren werden) ausgleichen. Ab dem Jahr 2026 ist dann wieder mit einem Rückgang zu rechnen.

Das Berliner Umland (Metropolraum) und der entfernte ländliche Raum entwickeln sich demografisch unterschiedlich: Der Speckgürtel der deutschen Hauptstadt wächst bis zum Jahr 2030 voraussichtlich um 8,7 Prozent. Im weiteren Metropolraum sinkt die Zahl der Einwohner um 8,3 Prozent.

Die Ergebnisse für den Landkreis Oder-Spree spiegeln den Brandenburger Trend wieder: Das Land leert sich, die Menschen ziehen – wie fast überall in der Welt – in die Ballungsräume. Der Landkreis hat bis zum Jahre 2030 mit einem durchschnittlichen Bevölkerungsrückgang von 7,4 Prozent zu rechnen. Berlin-ferne Gemeinden müssen mit bis zu 20 Prozent rechnen. Die Übersicht:

Amt / Gemeinde  2016  2020  2025  2030  absolut  Prozent bis 2030

Lk Oder-Spree  178.849  177.379  172.127  165.642  -13.207  -7,4 %

Beeskow          8.099        7.918     7.582       7.188     -911 -11,2 %

Eisenhüttenstadt 26.325    25.406      23.861     22.326   -3.999 -15,2 %

Erkner              11.695    11.690      11.273    10.793      -902 -7,7 %

Friedland            2.975      2.890        2.773     2.665      -310 -10,4 %

Fürstenwalde/Spree 32.025   31.914   31.580    31.112     -913 -2,8 %

Grünheide (Mark) 8.448      8.595       8.536      8.047     -401 -4,7 %

Rietz-Neuendorf    4.109     4.025       3.901      3.778     -331 -8,0 %

Schöneiche b. Bln 12.337   12.369     12.293    12.167     -170 -1,4 %

Steinhöfel             4.371     4.329      4.245     4.144      -227 -5,2 %

Storkow (Mark)     9.070      9.160     8.790     8.355      -715 -7,9 %

Tauche              3.872         3.769     3.610     3.423      -449 -11,6 %

Woltersdorf        8.163         8.243     8.297     8.337       174 2,1 %

Brieskow-Finken. 7.530        7.103     6.535     5.939    -1.591 -21,1 %

Neuzelle             6.467        6.258     5.951     5.624      -843 -13,0 %

Odervorland        5.675        5.520     5.271     4.998      -677 -11,9 %

Scharmützelsee    9.542      10.335   10.581   10.632      1.090 11,4 %

Schlaubetal          9.858        9.621    9.076     8.451     -1.407 -14,3 %

Spreenhagen        8.288        8.233    7.971     7.663        -625 -7,5 %

Prognose und weniger Prophezeiung

Insbesondere das Wanderungsverhalten der Menschen ist nur schwer einschätzbar. So das Statistische Landesamt. Die Abschätzung der künftigen Dynamik der internationalen Migration stelle den größten Unsicherheitsfaktor bei der Annahmefindung und Ergebnisausweisung der Bevölkerungsvorausberechnung dar. Aber auch der künftige Verlauf der wieder erstarkten Suburbanisierung Berlins sei mit großer Unsicherheit behaftet. Kurz gesagt: Die Zahl der Flüchtlinge in den nächsten zwölf Jahren lässt sich nicht schätzen. Wie lange der Trend nach Berlin anhält ebenfalls nicht. Statistische Zahlen sind Anhaltspunkt für eine Entwicklung, unter der Annahme eine Entwicklung könne ohne unerwartete Einflüsse fortgeschrieben werden. Prophezeiungen wie „Blühende Landschaften“ oder „Ohne Fremde geht es uns besser“ entbehren dagegen jeder Grundlage.

 
 

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