Was sie wollten: die D-Mark und zwar sofort

Veröffentlicht am 19.03.2020 in Bundespolitik

Am 18. März 1990 war das Schicksal der wirtschaftlich bankrotten DDR endgültig besiegelt. In den ersten und letzten freien Wahlen des Arbeiter- und Bauernstaates auf deutschen Boden wählten die Bürger mit großer Mehrheit die schnelle Einheit. Schließlich lockten „blühende Landschaften“. Lesen Sie alle Informationen zur letzten Volkskammerwahl in einem Beitrag der Bundeszentrale für politische Bildung. Ein Auszug, zusammengefasst und ergänzt von Hajo Guhl

Noch Anfang März 1990 ist der Ausgang der Wahlen völlig ungewiss. In Umfragen gaben vierzig Prozent der DDR-Bürger/innen der SPD den Vorzug, die sich für einen längeren Übergang zur deutschen Einheit aussprach.

Die Mehrheit war unentschlossen oder tat zumindest so. Das Ergebnis überraschte die Brüder und Schwestern in Ost und West. Das Wahlbündnis der Konservativen, die „Allianz für Deutschland“, errang mit 48,0 Prozent beinahe die absolute Mehrheit. Die SPD erhielt nur 21,9 Prozent. Bitter für das Bündnis 90, einem unbestrittenen Motor der Wende landet mit 2,9 Prozent auf den hinteren Plätzen. Die PDS – Nachfolgepartei der SED und später Linke kam auf erstaunliche 16,4 Prozent. Die Wahlbeteiligung von 93 Prozent – freiwillig - an der ersten und letzten freien Wahl zur Volkskammer der DDR überwältigend.

Die Allianz – geführt von den ehemalige Blockflöten der CDU und gestützt vom Überkanzler Helmut Kohl "blühende Landschaften" feiern sie 59 Prozent und mehr in Gera, Dresden, Suhl, Erfurt und Karl-Marx-Stadt (Chemnitz) ihre größten Ergebnisse. Das ehemals so rote Sachsen wird konservativ und sehr viel später ostdeutscher Wegbereiter für Pegida und AfD.

Im Jahre 1990 hatte die große Mehrheit der DDR-Bürger diejenigen Parteien gewählt, die sich unmissverständlich für die D-Mark und die schnelle Einheit aussprachen. Das Votum war eindeutig: keine sozialistischen Experimente mehr, Ende mit den anspruchsvollen Debatten um eine neue gesamtdeutsche Verfassung (Art. 146 GG) oder gar komplizierte Konföderationsmodelle

Am 18. März fiel die Entscheidung für einen schnellen Anschluss an die Bonner Politikmaschine der Union und vor allem an die soziale Marktwirtschaft der alten Bundesrepublik. Gleichzeitig setzte sich der Auszug aus der untergehende DDR in Richtung Westen fort. Allein zur Wendezeit verließen rund 400.000 vor allem junge Menschen ihre Heimat. Insgesamt werden es mehr als 1,5 Millionen sein.

Am 2. Dezember 1990 fand schließlich die erste gesamtdeutsche Bundestagswahl statt. Die Union erreichte 43,8 Prozent, die SPD nur 33,5 Prozent und die FDP 11 Prozent. Die PDS zog mit 2,4 Prozent dank der für West- und Ostdeutschland getrennt ausgewiesenen Fünf-Prozent-Hürde in den Bundestag ein. Die Grünen (West) scheiterten mit 4,8 Prozent an der Fünf-Prozent-Klausel, im Osten erreichte eine Listenvereinigung Bündnis 90/Grüne 6,2 Prozent und zog in den Bundestag ein.

 
 

Für Sie vor Ort

DAS BÜRGERBÜRO
Ernst-Thälmann-Straße 32A
15366 Neuenhagen
Telefon 03342/ 212 446
E-Mail wk(at)joergvogelsaenger.de

Öffnungszeiten:
Di-Mi jeweils 14:00 - 18:00 Uhr
Freitag 13:00 - 15:00 Uhr

Bitte beachten Sie: Verabreden Sie
bitte einen Termin mit dem
Landtagsabgeordneten
Jörg Vogelsänger

Wo ist was los?

Alle Termine öffnen.

01.04.2020, 10:00 Uhr - 20:00 Uhr Plenarsitzung des Landtages Brandenburg
Informationen zu Sitzungen des Landtages

02.04.2020, 10:00 Uhr - 20:00 Uhr Plenarsitzung des Landtages Brandenburg
Informationen zu Sitzungen des Landtages

02.04.2020, 18:00 Uhr - 20:00 Uhr Gemeindevertretung Neuenhagen

Alle Termine

Nachrichten

27.03.2020 19:09 Düngeverordnung: Weniger Gülle – mehr Gewässerschutz
Heute hat der Bundesrat der notwendigen Reform der Düngeverordnung zugestimmt. Damit kommt die Mehrheit der Bundesländer einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs nach und stellt die Weichen für eine nachhaltige Versorgung mit sauberem Trinkwasser. „Es stand bis zuletzt Spitz auf Knopf, ob die Bundesländer den Mut für eine zukunftsweisende Agrarpolitik aufbringen. Deutschland wurde verklagt und verurteilt,

27.03.2020 19:08 Rentenkommission der Bundesregierung legt Abschlussbericht vor
Die Rentenkommission der Bundesregierung legt heute ihren Abschlussbericht vor. SPD-Fraktionsvizin Katja Mast, die in der Kommission die SPD vertrat, nimmt dazu Stellung. „Es ist ein Erfolg, dass wir uns auf gemeinsame Empfehlungen in der Kommission verlässlicher Generationenvertrag verständigt haben. Das Ziel der SPD, das gesetzliche System der Rentenversicherung und dadurch die Solidarität im Land zu stärken, haben wir erreicht.

27.03.2020 19:07 Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus halten an, um Leben zu retten
Wann haben die Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus ein Ende? „Das wird mindestens noch ein paar Wochen anhalten.“, so SPD-Fraktionsvizin Bärbel Bas. Die Rettung von Leben hat Vorrang. „Wann wird alles wieder so, wie es mal war? Die Frage stellen wir uns alle – aber noch ist es zu früh, über ein Ende der Maßnahmen zu

26.03.2020 09:57 Unternehmen und Beschäftigte sicher durch die Krise begleiten
Wir müssen die Folgen der Corona-Krise soweit es geht abmildern, sowohl für Unternehmen als auch für Beschäftigte, erklärt Fraktionsvize Sören Bartol. „Das Maßnahmenpaket zeigt, dass die Politik handlungsfähig ist. Wir wollen, dass es möglichst alle Unternehmen durch die Krise schaffen. Viele Unternehmen stehen vor dem Komplettausfall von Umsätzen, bei ihnen geht es um die Existenz.

24.03.2020 07:36 Anti-Krisen-Paket ist beispielloses wirtschaftliches und soziales Solidaritätsprogramm für Deutschland
Fraktionsvize Achim Post begrüßt das milliardenschwere Anti-Krisen-Paket, das die Bundesregierung heute auf den Weg gebracht hat. Damit zeigt die Große Koalition ihre Handlungsfähigkeit. „Die milliardenschweren Schutzschirme für Krankenhäuser, Unternehmen und Beschäftigte, die die Bundesregierung heute auf den Weg gebracht hat, sind ein beispielloses wirtschaftliches und soziales Solidaritätsprogramm für unser Land. Die Bundesregierung hält sich damit an ihr Versprechen,

Ein Service von info.websozis.de