Brandenburg federführend beim Umgang mit dem Wolf

Veröffentlicht am 06.05.2017 in Umwelt

Die Umweltminister der Bundesländer begannen die gemeinsame Konferenz am Donnerstag mit einer konzertierten Aktion. In Storkow (Oder-Spree) legten sie auf einer Streuobstwiese einen Garten mit Apfelbäumen alter Sorten angelegt. Jeder mit einer alten Sorte seines Heimatlandes. Vogelsänger setzte einen Baum der Sorte "Edelborsdorfer". dann ging es um Wölfe, Energieeffizienz und Umweltpolitik, Straßenverkehr und Abgasemissionen sowie Elektrifizierung von Stadtbussen.

Die Umweltminister kamen neben dieser symbolischen Aktion dann in Bad Saarow zu konkreten Ergebnissen. Sie einigten sich auf ein gemeinsames Vorgehen im Umgang mit den Wölfen, die von Sachsen und Brandenburg jetzt auch in andere Bundesländer und sogar Nachbarstaaten ausbreiten.

Eine Brandenburger Wölfin hat es jetzt bis Dänemark geschafft. Das berichtet der Wissenschaftler Peter Sunde von der Universität Aarhus. Sie stammt von einem Rudel südlich von Berlin. Das ergab der DNA-Test. Damit wird auch jetzt in West Jütland Nachwuchs von Canis Lupus erwartet. Männliche Wölfe halten sich bereits seit dem Jahr 2012 in Dänemark auf. Der letzte frei lebende Wolf war dort 1812 erschossen worden. Quelle: The Guardian

Wölfe in Bayern: Mit wilden Hunden gegen Wölfe

Auch Bayern richtet sich auf die Zuwanderung von Wölfen ein. Die Situation. Etwa 6500 Schafhalter gibt es im Freistaat. Jetzt, wo allmählich wieder Wölfe durch das Land ziehen, fürchten sie um ihre Tiere. Die Probleme:

  • Abschüsse zu erleichtern oder wolfsfreie Zonen einzurichten, ist aber fast aussichtslos. Der Wolf ist in Bayern strengstens geschützt.

  • Eine mögliche Lösung sind Herdenschutzhunde. Diese treten möglichst bedrohlich auf, sind andererseits aber auch offiziell Teil der Schafherde. Quelle SZ-Magazin

Umweltministerkonferenz richtet Arbeitsgemeinschaft Wolf ein

Der Umgang mit dem Wolf wird unter Tierhaltern, Jägern und Umweltschützern kontrovers diskutiert. Die Umweltministerkonferenz richtet nun eine Arbeitsgruppe ein, bei der Brandenburg den Hut auf hat. Eine Abschussgenehmigung gibt es nicht. Quelle rbb

Die weiteren Diskussionen auf Ebene der Umweltminister wird in einer länderoffenen Arbeitsgruppe auf Amtschefs- beziehungsweise Staatssekretärsebene mit Beteiligung des Bundes organisiert. Federführend dabei ist Brandenburgs Umweltminister Jörg Vogelsänger, der in diesem Jahr turnusmäßig den Vorsitz der UMK übernommen hat. Die Arbeitsgruppe hat den Auftrag, sich mit den Themen „Günstiger Erhaltungszustand des Wolfs“ und „Definition und Umgang mit Problemwölfen“ zu befassen. Der Bericht soll zur nächsten Umweltministerkonferenz im Herbst in Potsdam vorliegen.

Die weiteren Ergebnisse der Umweltminister-Konferenz von Bad Saarow

 

 
 

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