Christliche Botschaft verstanden: Yeziden erhalten Heimat in Brandenburg
Veröffentlicht am 16.12.2016 in Allgemein
Der Landtag hat sich am Freitag 16.12.2016 für die Aufnahme von Yeziden mit den Stimmen der Fraktionen von SPD, CDU, Die Linke und Bündnis 90/Die Grünen außerhalb des regulären Asylverfahrens ausgesprochen.
Die Religionsgmeinschaft der Yeziden wird seit dem Beginn der Terrorfeldzüge des Islamischen Staates (IS) im Jahre 2014 systematisch aus ihrer Heimat vertrieben, versklavt und ausgerottet. Als „Ungläubige“ im Sinne des selbst ernannten Kalifats des IS haben sie kein Lebensrecht. Sind mit dem uns wohl geläufigen Begriff aus der Vergangenheit „Untermenschen“.
„Der gemeinsame Antrag der vier Fraktionen im Landtag zeigt, dass es in Grundfragen einen Konsens der Demokraten gibt". So die SPD-Abgeordnete Klara Geywitz. "Zu diesen Grundfragen gehört die existenzielle Bedrohung ethnisch-religiöser Minderheiten in anderen Staaten und der Umgang damit. Wir bekennen uns dazu, Hilfe zu leisten für Menschen in Lebensgefahr und in größter Not“.
Welches Leid die yezidische Gemeinschaft im Nahen Osten erfahre, davon hat die Verleihung des Sacharow-Preises diese Woche im Europäischen Parlament an zwei Angehörige dieser Minderheit Zeugnis abgelegt.
Die Preisträgerinnen Nadia Murad und Lamiya Aji Bashar berichteten über Entführung, Versklavung, Vergewaltigung, Misshandlung – vor allem von Kindern und Frauen – durch islamistische Kämpfer.
„Es ist unmöglich, vor diesem Leid die Augen zu verschließen; und es wäre hartherzig, den Betroffenen nicht zu helfen“, so Klara Geywitz. Deshalb sei es richtig, dass Brandenburg sich nachdrücklich für eine humanitäre Hilfsaktion des Bundes einsetze und seine Bereitschaft erklärt, gegebenenfalls selbst ein Aufnahmeprogramm anzustoßen.
Werte des Abendlandes
Ein ähnliches Schicksal erlitten und erleiden auch die christlichen Gemeinden in den syrischen und irakischen Kriegsgebieten. Viele Angehörige haben ihre Heimat inzwischen verlassen. Die Kirchen dieser Regionen gehörten zu den ältesten der christlich-orthodoxen Welt, sind also Ursprung der „Werte des Abendlandes“.
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