Eine Woltersdorferin geht in den Ruhestand

Veröffentlicht am 24.02.2024 in Allgemein

Gisela Schuldt ist wohl die bekannteste Persönlichkeit aus unserem Woltersdorf. Über Jahrzehnte hat sie gewirkt, engagiert gekämpft für den und im Woltersdorfer Verschönerungsverein. Ohne Gisela gäbe es wohl nicht den Wiederaufbau des Aussichtsturmes auf dem Kranichsberg. Durch das Wirken von Gisela Schuldt ist unser schönes Woltersdorf noch schöner geworden. Ich denke da ganz besonders an die Sanierung des Fidus Denkmals. Es war ein langer, aber erfolgreicher Kampf für dieses Projekt. Jetzt kandidiert Gisela Schuldt nicht mehr für den Vorsitz.

Da sage ich mit großem Respekt Danke für das unermüdliche Wirken! Jörg Vogelsänger

Gisela Schuldt, die Woltersdorferin Dame mit der auffälligen Frisur, ist wohl das, was landauf landab als Lokal-Prominenz tituliert wird. Das im positiven Sinne. Viele Jahre stand sie dem Woltersdorfer Verschönerungsverein "Kranichsberg" e.V. vor. Nun verzichtet sie auf eine weitere Kandidatur.

Gisela Schuldt steht fast synonym für eine der Sehenswürdigkeiten der Gemeinde Woltersdorf. Dem Aussichtsturm. Sie war seit vielen Jahren das Herz und die Seele des Vereins. Sie hat mit den Mitgliedern des Vereins und der notwendigen Hartnäckigkeit viele Projekte in ihrem Heimatort Woltersdorf umgesetzt.

Handwerker bauten den Turm wieder auf

Sie war 23 Jahre alt, als der jetzige Aussichtsturm in den Sechziger Jahren von Handwerkern des Ortes ohne staatliche Hilfe wieder aufbauten. Die Renovierung dreißig Jahre später - nach der Wiedervereinigung im Jahre 1990 - stieß sie mit an und begleitete sie.

Es war der Verschönerungsverein von Woltersdorf, der sich seit der Wende um etliche Projekte kümmerte und auch zum Abschluss brachte:

  • Das Heimatmuseum in der Alten Schule

  • Die Pflege und Ausgestaltung der Grabstelle der im ersten Weltkrieg gefallenen Soldaten. Auf dem Friedhof kann man viele Verweise auf bekannte Ortspersönlichkeiten finden, so beispielsweise die Pfarrer der Gemeinde oder der Maler und Illustrator Fidus (bürgerlich Hugo Reinhold Karl Johann Höppener).

  • Nach über 20 Jahren Hartnäckigkeit konnte der Verschönerungsverein das alte "Fidusdenkmal" in der Schleusenstraße restaurieren. Mit 10.000 Euro Eigenanteil und Fördermitteln der Staatskanzlei sowie des Brandenburgischen Umwelt- und des Kultusministeriums.

Der Verschönerungsverein, dem Gisela Schuldt seit Jahren vorstand, hat über 160 Mitglieder und ist einer der größten Vereine im Ort.

Historie: Woltersdorfer Aussichtsturm

Der Aussichtsturm startete seine Karriere als "Kronprinz-Friedrich-Wilhelm-Turm". Der Verschönerungsverein – wie viele in dieser Zeit mit Denkmälern ihre Umgebung verschönern wollten - errichtete ihn im Jahre 1886 auf der Höhe der Kranichsberge und er „leuchtete als Wahrzeichen und Wegweiser weithin in die Lande“. Seine Maße: 96,58 Meter über dem Meeresspiegel, bis zur Spitze hatte er eine Höhe von 18 Metern. Mit der „Woltersdorfer Schleuse“ wurde zu einem weiteren Wahrzeichen des Ausflugsortes, den die Berliner so gerne besuchten.

Zum 50jährigen Bestehens des Vereins 1934 erhielt er mit Genehmigung des Landrats des Kreises Niederbarnim den Namen "Hindenburg-Turm". Angehörige des braunen Volkssturms brannten am 20. April 1945 den Turm nieder. Heute findet man noch Reste der alten Fundamente.

Der alte Standort kam bei den Plänen zur Wiedererrichtung eines Aussichtsturmes im Jahre 1960 nicht mehr in Frage. Der neue Standort war schnell gefunden. 1961 erfolgt die Grundsteinlegung, 1962 die Einweihung. Die technischen Daten des neuen Turmes: 102 Meter über dem Meeresspiegel, 25 Meter hoch, ca. 80 Kubikmeter Holz, 3,6 Tonnen Stahl, 90 Treppenstufen.

Stasi beschlagnahmte Eigentum der Bürger

Die Freude an der schönen Aussicht währte im ersten Arbeiter- und Bauernstaat nicht lange: Ab Ende der 70er Jahre übernahm Horch und Greif den Turm - zu Nachrichten-dienstlichen Zwecken.

Erst 1990 räumten die Genossen der Staatssicherheit den Bau. Als Ruine. Nach der notwendigen Sanierung folgte die Wiedereröffnung. Der Woltersdorfer Verschönerungsverein schloss mit der Gemeinde Woltersdorf einen Nutzungsvertrag. Nun ist der zweite „Hölzerne Riese“ wieder ein beliebtes Ausflugsziel. (Foto: Guhl)

Das Foto darf in Zusammenhang der Herstellung einer Broschüre des Verschönerungsverein kostenfrei verwandt werden!

 
 

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