ELER-Projekt des Monats April: AliSavon – Naturseifen aus der Lausitz

Veröffentlicht am 11.04.2018 in Allgemein

Das Eler-Projekt des Monats April zeigt, wie eine Existenzgründung mit Seifenküche für Naturseifen und ein Kursraum unter dem eigenen Dach erfolgreich sein kann. Also: Auch bei kleineren Projekten lohnt es sich, nach einer staatlichen Förderung umzuschauen.

In Neupetershain im Landkreis Oberspreewald-Lausitz verfügt die AliSavon Seifenmanufaktur von Anke Lischka über eine großzügige Produktionsstätte, Platz für Kurse und einen Internetshop. Mit diesem Angebot ist sie im weiten Umkreis die einzige Seifensiederin, die sowohl die Produktion als auch die Kurse nach altem Handwerk im Kaltverfahren durchführt.

Zuvor hat die gelernte Bankkauffrau, die in einer Wirtschaftskanzlei tätig war, die Seifenmanufaktur unweit von Cottbus nur als kleines Nebengewerbe, quasi als Hobby, geführt. Als ihr Arbeitsplatz jedoch der Finanzkrise zum Opfer fiel und die Stellenangebote im Umkreis nichts hergaben, begann Anke Lischka konsequent zu expandieren. War sie zunächst nur auf Messen und Kunst-, Historik- oder Töpfermärkten in der Region vertreten, trat sie bald auch überregional auf. Die Produktionsmenge und die Stammkundschaft entwickelten sich stetig, ebenso die Nachfrage nach Kursen zur Herstellung von Naturseifen. 

Hierfür wurden die beengten Räumlichkeiten in einem Teil des Dachgeschosses zu klein. Mit Hilfe von ELER-Mitteln konnte schließlich der restliche, ungenutzte Raum im Dach zu einer großen Seifenküche mit Kapazitäten für unterschiedliche Kursformate, einem WC und Raum für Lagerung und Verpackung um- und ausgebaut werden. Inzwischen konnten rund 30 Kooperationen mit Wiederverkäufern geschlossen und die Produktpalette auf ein Stammsortiment von etwa 30 unterschiedlichen Seifen, Bade- und Körperpflegeprodukte erweitert werden.

Monatlich finden nun etwa drei Kurse statt. Die ausgezeichnete Qualität der handgefertigten Produkte und zahlreiche Zeitungsberichte, haben die Seifenmanufaktur zu einer regionalen Marke in der Lausitz gemacht. Alle Produkte werden aus nahezu 100 Prozent natürlichen Rohstoffen hergestellt und sind dadurch biologisch abbaubar. Konservierungsmittel, Schaumbildner oder Weichmacher werden nicht verwendet.

Das Angebot wird von Einheimischen und Touristen gleichermaßen geschätzt. Auch die Vernetzung mit anderen Vortrags- und Seminaranbietern hat sich gut entwickelt. Durch die neu gestaltete Zugangsmöglichkeit zu den Geschäftsräumen, kann Anke Lischka nun auch den immer wieder nachgefragten Werksverkauf anbieten.

Mit Hilfe des Europäischen Landwirtschaftsfonds ELER wurden von 2016 bis 2017 die Erweiterung und der Umbau der Geschäfts- und Lagerräume sowie des Eingangsbereichs realisiert. Die Gesamtinvestition umfasste 28.497 Euro. Die Förderung betrug 12.714 Euro, wovon 10.171 Euro aus ELER-Mitteln und weitere 2.543 Euro aus Landesmitteln kamen. Der Förderung lag die Richtlinie des Ministeriums für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft zur Förderung der ländlichen Entwicklung im Rahmen von LEADER zugrunde.

Das Brandenburger Landwirtschaftsministerium stellt regelmäßig ein Förderprojekt in den Mittelpunkt, das aus dem Agrarfonds ELER (Europäischer Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes) unterstützt wird.

 
 

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