Frühling treibt Frösche und Kröten auf die Straßen

Veröffentlicht am 13.03.2018 in Umwelt

Die ersten Krokusse schauten schon auf den Wiesen hervor. Dann froren die Seen noch einmal bei klirrender Kälte zu. Schlittschuh raus! Am Wochenende war Premiere für den ersten Motorradausflug. Fast Frühling. Jetzt soll ein skandinavisches Hoch noch einmal sibirische Kälte nach Brandenburg pumpen. Dabei ist am 20. März offiziell Frühlingsanfang. Für Frösche, Kröten und Unken überhaupt kein guter Start in ihre mobile Saison. Helft mit, dass sie überleben!

Solche Winter mit diesen Temperaturschwankungen machen den wechselwarmen Amphibien schwer zu schaffen. So genannte „Kahlfröste“ mit Temperaturen unter -10°C ohne schützende Schneedecke dringen tief in den Boden ein und erreichen die Winterquartiere der Amphibien. Verluste unter den in Starre verharrenden, wechselwarmen Lurchen sind deshalb unvermeidlich. Ein deutlicher Temperaturanstieg (bereits ab 6 Grad Celsius!) heißt für Kröten und Frösche Aufwachen, das plötzliche Ende der Winterruhe. Wehe, sie haben ihre geschützten Quartiere verlassen und der nächste Frost kommt.

Die nächsten Gefahren jedoch stehen den Tieren nach dem Verlassen ihrer Verstecke noch bevor. Auf ihren oft tage- und nächtelangen Wanderungen in Richtung Laichgewässer haben Kröten, Frösche, Molche und Unken zahlreiche Hindernisse in ihren angestammten Lebensräumen zu überwinden. Den höchsten Tribut fordert hier der Straßenverkehr.

Deshalb bauen seit einigen Tagen Mitarbeiter von der Naturwacht Brandenburg und zahlreiche ehrenamtlich engagierten Naturfreunden an den Straßenrändern wieder die Krötenzäune auf. Es gilt die Wanderkorridore der Amphibien an den Straßen zu sichern. Die Zäune und Fangeimer werden täglich mindestens einmal kontrolliert, die schutzbedürftigen Tiere abgesammelt und über die Straße getragen.

Vor allem in regnerischen Nächten und in der Dämmerung, bei Temperaturen über 6°C werden Amphibien aktiv. Autofahrer sind daher gebeten, an solchen Tagen besonders aufmerksam zu sein. Dies gilt insbesondere in gewässerreichen Regionen wie dem Havelland, der Uckermark oder dem Spreewald. Amphibien auf der Straße sind im Scheinwerferlicht oft erst anhand ihrer Sprünge zu erkennen.

Die große Bitte: Runter mit dem Tempo auf maximal 30 km/h! Bei höheren Geschwindigkeiten werden die Tiere schon durch die Druckwelle an den Fahrzeugboden geschleudert und getötet. Insbesondere auf den mit entsprechenden Warnschildern oder mit Krötenzäunen ausgestatteten Straßenabschnitten wird den Autofahrern erhöhte Rücksichtnahme ans Herz gelegt.

Wo sind die Amphibienwechsel?

Informationen über Amphibienaktivitäten an Straßen nimmt die Naturschutzstation Rhinluch gern entgegen:

Telefon: 033922 90255
Mail: norbert.schneeweiss@lfu.brandenburg.de
oder auch die zuständige untere Naturschutzbehörde einer Kreisverwaltung.

Die Naturschutzstation Rhinluch des Landesamts für Umwelt unterhält eine Datenbank über Amphibienwechsel und entsprechende Schutzanlagen an Brandenburger Straßen. Auf dieser Grundlage und in Zusammenarbeit mit dem Landesbetrieb Straßenwesen und den Naturschutzverbänden wird versucht, die Gefährdungspunkte zu entschärfen und Lebensräume zu vernetzen.

 
 

Für Sie vor Ort

Bürgerbüro NEUENHAGEN
Sprechzeiten
Dienstag    14:00 - 18:00 Uhr
Mittwoch   14:00 - 18:00 Uhr
Freitag          9:00 - 12:00 Uhr

Ernst-Thälmann-Straße 32A
15366 Neuenhagen bei Berlin
Telefon 03342/ 212 446
E-Mail wk(at)joergvogelsaenger.de

Bitte verabreden Sie rechtzeitig
einen Termin mit Ihrem
Landtagsabgeordneten Jörg Vogelsänger

Wo ist was los?

Alle Termine öffnen.

24.04.2026, 19:00 Uhr - 21:00 Uhr Zwangsvereinigung KPD und SED, 1946

30.04.2026, 17:00 Uhr - 23:59 Uhr Tanz in den Mai
 

01.05.2026, 08:00 Uhr - 18:00 Uhr Tag der Arbeit
“Erst unsere Jobs, dann eure Profite” ist Motto des Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) zum 1. Mai 2026. …

Alle Termine

Brandenburg Koalitionsvertrag

Der Koalitionsvertrag im Wortlaut

Nachrichten

30.03.2026 18:07 Nina Scheer zur Reaktivierung von Kohlekraftwerken
Eine verlängerte Nutzung von Kohlekraftwerken nach 2038 wäre weder notwendig noch sinnvoll Die Erneuerbaren sind die sauberste, sicherste und kostengünstigste Form der Erzeugung.  Es bedarf allerdings nun auch des entschlossenen Willens der Koalition und der federführenden Bundeswirtschaftsministerin, die gesetzlichen Hebel weiter auf eine systemische Umstellung zur Nutzung Erneuerbarer Energien zu stellen. „Eine verlängerte Nutzung von… Nina Scheer zur Reaktivierung von Kohlekraftwerken weiterlesen

25.03.2026 17:51 Jakob Blankenburg zum Klimaschutzprogramm
67 Maßnahmen, sieben Ministerien, ein Klimaschutzprogramm Die aktuelle Weltlage mit Konflikten, die sich massiv auf unsere Energieversorgung auswirken, zeigt eindeutig: Wir müssen schnell unabhängig von fossilen Energieträgern werden. Das heute von Bundesumweltminister Carsten Schneider vorgelegte Klimaschutzprogramm zeigt einen fairen Weg zur Erreichung der Klimaziele 2030 sowie für mehr Versorgungssicherheit auf. „Dieses Klimaschutzprogramm ist für die… Jakob Blankenburg zum Klimaschutzprogramm weiterlesen

25.03.2026 17:50 Eine notwendige strategische Perspektive für die Zukunft unseres Wirtschaftsstandorts
Ich begrüße die Impulse von Bundesfinanzminister Lars Klingbeil ausdrücklich. Deutschland steht an einem Wendepunkt. Wir brauchen ein neues Wirtschaftsmodell: eines, das konsequent auf Innovation setzt, technologische Führerschaft ermöglicht und zugleich dafür sorgt, dass Wohlstand in der Breite der Gesellschaft ankommt. „Innovation und Gerechtigkeit sind die Grundlage für nachhaltiges Wachstum und breiten Wohlstand in Deutschland. Deshalb… Eine notwendige strategische Perspektive für die Zukunft unseres Wirtschaftsstandorts weiterlesen

11.02.2026 21:41 Dagmar Schmidt zum Behindertengleichstellungsgesetz
Barrierefreiheit nützt uns allen Die Bundesregierung treibt die Barrierefreiheit voran: Das Kabinett hat am Mittwoch eine Reform des Behindertengleichstellungsgesetzes auf den Weg gebracht. SPD-Fraktionsvizin Dagmar Schmidt spricht von einem wichtigen Schritt. „Der Gesetzentwurf zur Reform des Behindertengleichstellungsgesetzes bedeutet einen wichtigen Schritt hin zu einer inklusiveren Gesellschaft. Er stärkt die Rechte von Menschen mit Behinderungen und… Dagmar Schmidt zum Behindertengleichstellungsgesetz weiterlesen

11.02.2026 21:39 Stefan Zierke zur Entwicklung im Deutschlandtourismus
Rekord im Tourismus – Strategie, gute Arbeit und verlässliche Politik zahlen sich aus Stefan Zierke, tourismuspolitischer Sprecher: Der Deutschlandtourismus erreicht mit 497,5 Millionen Gästeübernachtungen einen neuen Rekord. Klare Strategie, engagierte Beschäftigte und verlässliche Politik sorgen für Wachstum, stärken die Betriebe und sichern gute Arbeit – für einen wirtschaftlich starken, sozial gerechten und nachhaltigen Tourismus in allen… Stefan Zierke zur Entwicklung im Deutschlandtourismus weiterlesen

Ein Service von info.websozis.de