Geld für Landwirte rechtzeitig überwiesen

Veröffentlicht am 03.01.2017 in Landwirtschaft

Insgesamt 324 Millionen Euro hat die Landwirtschaftsverwaltung als Direktzahlung an Landwirte ausgezahlt. So die Meldung zum Jahreswechsel. Was steckt dahinter?

Die niedrigen Preise für wichtige Agrarprodukte wie Milch und Fleisch im letzten Jahr haben viele Betriebe in finenzielle Schwierigkeiten gebracht. Deshalb sind die Zahlungen für die Landwirte gegenwärtig von besonderer Bedeutung. Sie sichern Liquidität und sind für viele Höfe existenzsichernd.

Mit dem Geld sollen die landwirtschaftlichen Unternehmen Planungssicherheit erhalten. Es geht um die Modernisierung der Betriebe. Die Landwirte können ausstehende Rechnungen begleichen.

Jörg Vogelsänger: „Da wir wissen, wie entscheidend eine frühzeitige Auszahlung dieser Mittel für die Betriebe ist, hat die Verwaltung in meinem Zuständigkeitsbereich alles getan, um eine Auszahlung vor dem Jahreswechsel zu sichern.“

Woher stammen die Gelder?

Die Zahlungen erfolgen ausschließlich aus dem EU-Agrarhaushalt. Für die Verwaltung und Auszahlung sind die Länder und der Bund zuständig. Die Fördermaßnahmen sind an eine Vielzahl von Bedingungen geknüpft. Es geht um Vorschriften zum Umweltschutz und gegen den Klimawandel. Aber auch um guten landwirtschaftlichen Zustand der Flächen und die Gesundheit bei Mensch und Tier (Tierwohl). Nicht zu vergessen: Es geht auch um den Erhalt einer flächendeckenden Landwirtschaft für eine stabile Versorgung der Bevölkerung in Europa.

An wen geht das Geld in Brandenburg?

  • Über 39.000 Menschen arbeiten in in rund 5.400 landwirtschaftlichen Unternehmen

  • Im Jahre 2013 setzten 1.400 bäuerliche Betriebe setzten auf Einkommenskombinationen. Sie bieten Urlaub auf dem Land an. Verkaufen ihre Produkte direkt vom Hof. Bieten Freizeitaktivitäten wie Pferdesport an. Setzen mit Solaranlagen oder Stromerzeugung aus Gülle oder Stroh auf erneuerbare Energien. Arbeiten als Dienstleister für andere Unternehmen

  • Brandenburg nimmt eine Spitzenposition im Ökolandbau ein: Es gibt 754 Ökobetriebe (Zunahme 2016 um ca. 80 Betriebe (6900 ha). Auf über 10 Prozent der landwirtschaftlichen Fläche erzeugen sie ihre Produkte.

  • Landwirtschaft bringt Umsatz: Die Land- und Forstwirtschaft und Fischerei in Brandenburg erzielte im Jahre 2013 rund 1.054 Mio. Euro Umsatz. Damit liegt sie an zweiter Stelle nach der Metallerzeugung und -bearbeitung (1.077 Mio. Euro)

  • Ein Durchschnittshof bearbeitet 243,4 Hektar landwirtschaftlicher Fläche, davon sind in Eigentum rund 30 Prozent, rund 70 Prozent gepachtet.

  • Die Pacht im Jahre 2014/15 kostete für eine Ackerfläche 153 Euro pro Hektar, Grünfläche 99 Euro.

  • Der Kaufpreis je Hektar lag im Jahre 2015 im Schnitt bei 12.458 Euro in Brandenburg, Durchschnittspreis in Deutschland 19.578 Euro.

 
 

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