Knutfest: Am Ende brennt der Baum doch

Veröffentlicht am 11.01.2016 in Allgemein

Das Knutfeuer von Birkenstein

Wer am vergangenen Wochenende durch Brandenburg fuhr, hat in vielen kleinen Orten die Feuer zum Knutfest gesehen. Bei Glühwein vernichteten die Freiwilligen Feuerwehren sachkundig die letzten Weihnachtsbäume. So auch in der Gemeinde Hoppegarten am Sonntag, 10. Januar 2016, Ortsteil Birkenstein. Jörg Vogelsänger (MdL) war dabei. Bericht und Fotos: Christian Stauch

Bild im Bild: Martina Mortka, Jörg Vogelsänger,
Andreas Eißrig, Karsten Knobbe, Jürgen Schaefer, Stefan Radach (v.l.n.r.)

 

Am späten Vormittag wanderten die Bürger mit ihren ausgedienten Weihnachtsbäumen durch die Straßen. Ein Bild, das seit nunmehr 11 Jahren einmal im Januar das Ortsbild prägt. Das Knutfest der Siedlergemeinschaft Birkenstein zog auch dieses Jahr wieder viele Familien auf den lokalen Bolzplatz. Auch für Jörg Vogelsänger wird der Besuch des Knutfestes in Birkenstein langsam zur Tradition.

Mit dem Knutfest wird nach christlichem Brauch offiziell die Weihnachtszeit beendet. Diese beginnt am 25. Dezember und endet mit dem Tag der Heiligen Drei Könige am 6. Januar. Traditionell wird am 6. Januar der gesamte Schmuck vom Baum abgenommen und dieser anschließend aus der Wohnung entfernt. Das Fest ist nach dem dänischem König Knut IV. dem Heiligen benannt.

Ganz im weihnachtlichen Sinne ist das Knutfest in Hoppegarten eines der Gemeinschaft und des Beisammensein. Es soll niemand ausgeschlossen werden. So fuhren einige Birkensteiner den gesamten Ortsteil mit einem kleinen Lader ab, um die Weihnachtsbäume derer einzusammeln, die den Weg zur Wiese samt Baum nicht mehr selbst schaffen.

Für diejenigen, die den Baum selbst zur Wiese gebracht haben, gab es eine kleine Belohnung. Um die Strapazen vergessen zu machen, überreichten die Vereinsmitglieder bei Abgabe eines Baumes einen wärmenden Glühwein. Ein Blick in die gut gelaunten Gesichter der Gäste reichte aus und man konnte schnell erkennen, dass das Tauschgeschäft gut funktionierte.

Und woran erkennt man nun ein Knutfeuer? Wahrscheinlich an den zehn Meter hohen Flammen. Für einen nötigen Schutz sorgte auch in diesem Jahr wieder die Freiwillige Feuerwehr aus Dahlwitz-Hoppegarten. Insgesamt elf Kameraden aus allen Altersgruppen waren vor Ort, sodass weder die anwesenden Gäste, noch die Anwohner um ihre eigene Sicherheit bangen mussten.

Jörg Vogelsänger zollte seine Anerkennung für die gute Organisation und ehrte die Gemeinschaft in Birkenstein. „Feste wie diese zeigen, dass die Gemeinschaft vor Ort einen guten Zusammenhalt hat und man sich hier, auch als Gast, jeder Zeit rundum wohl fühlen kann.“


 


 

 
 

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