Märkische Äpfel sind reif: Die Ernte kann beginnen

Veröffentlicht am 28.08.2019 in Landwirtschaft

Apfelernte 2019: klein aber sehr aromatisch (Foto: Guhl)

Am kommenden Montag (2. September) eröffnet Agrarminister Jörg Vogelsänger zusammen mit dem Präsidenten des Gartenbauverbands Berlin-Brandenburg Dr. Klaus Henschel und Madeleine Reichelt, Baumblütenkönigin 2019/20, die Apfelsaison in Brandenburg. Nach ersten Prognosen fällt die Brandenburger Apfelernte geringer aus als im Vorjahr.

Die Bewahrer deutschen Brauchtums müssen jetzt ganz tapfer sein. Der Apfel ist so teutonisch wie die Kartoffel oder die Tomate. Malus domestica ist keine heimische Frucht. Um 10.000 vor Christus wuchsen auf dem Gebiet des heutigen Kasachstan kleine saure Früchte, die auch der ehemaligen Hauptstadt ihren Namen gaben: "Almaty", heute "Alma-Ata", heißt übersetzt "Stadt des Apfels".

Der asiatische Holzapfel war recht klein und holzig, hatte viele Kerne und schmeckte sehr sauer. Über alte Handelsstraßen gelangte er schon in der Antike in den Schwarzmeerraum und wurde dort von Griechen und Römern kultiviert. Um 100 vor Christus tauchte er bei den Germanen und Kelten auf. Der Apfel ist genügsam, er verträgt Frost: Anbaugebiete finden sich deshalb auf der ganzen Welt, wo ein gemäßigtes Klima herrscht.

Äpfel stehen an vierter Stelle der weltweiten Produktion von Obst – nach den Zitrusfrüchten, Bananen und Trauben. Das wichtigste Erzeugerland für Äpfel ist heute China, gefolgt von den USA. Die Deutschen sind die größten Apfelesser in Europa: In keinem anderen EU-Land werden so viele Äpfel verzehrt. Die Hälfte wächst im Land, der Rest ist Importware.

Natürlich ist der Apfel gesund! Wer könnte das vergessen! Wer allerdings in einem guten Apfeljahr gegen die Ernte in seinem Obstgarten angegessen hat, ist von dem britischen Spruch „An Apple A Day Keeps The Doctor Away“ nicht mehr ganz so überzeugt. Zum Glück gibt es endlose Rezepte rund um den Apfel. Allein das Portal Chefkoch.de zählt 18.341 tolle Apfel Rezepte. Inklusive Wiederholungen. Lecker.de kommt immerhin noch auf 1141 Koch- und Backanleitungen.

Ob nun Wiener Apfelstrudel, spanische Tarta de Manzana oder französische Clafoutis mit Zimtapfel. Der gedeckte Apfelkuchen – Favorit in deutschen Konditoreien darf natürlich nicht fehlen.

Wenn wir schon bei Europas Apfelvariationen sind: Im Englischen heißt es Cider, bei den Bretonen Cidre. Wobei der Wortstamm wieder griechisch ist. Im Deutschen heisst es Apfelschaumwein, vielleicht etwas plump. Die Normannen brennen seit dem Mittelalter ihren Calvados und in Frankfurt am Main wird im Ortsteil Sachsenhausen heute Äppelwoi im Bempel serviert. Europäischer gehts wohl kaum.

Niedrige Apfelernte seit Jahren

Die Brandenburger Apfelernte sieht in diesem Jahr recht bescheiden aus: Das Landesamt für Statistik erwartet die niedrigste Apfelernte seit dem Jahr 2011. Es wird derzeit von einer Erntemenge von rund 15.000 Tonnen ausgegangen, bei einer Anbaufläche von 901 Hektar. Im Jahr 2018 wurden noch 28.928 Tonnen in Brandenburg gepflückt. Mit einer Anbaufläche von rund 900 Hektar ist der Apfel immer noch die dominierende Obstart in der Mark, trotz des Rückgangs von 11.000 Hektar im Jahr 1990. Ursachen für die niedrigen Erträge waren die Frostperioden von Anfang April bis Anfang Mai sowie der Fruchtfall im Juni, bedingt durch Trockenheit und Hitze. Einige Obstbaubetriebe müssen in diesem Jahr sogar Totalausfälle bei den Äpfeln rechnen.

Die Einbußen in der Menge ändern jedoch nichts an der ausgezeichneten Qualität und dem Geschmack der Äpfel. Zu den führenden Sorten in Brandenburg gehören Jonagold, Idared und Pinova. Hauptanbaugebiete liegen in den Landkreisen Potsdam-Mittelmark, Märkisch-Oderland sowie um Frankfurt (Oder).

Wo wird die Saison gestartet?

Die diesjährige Saisoneröffnung findet bei der Märkische Obstbau GmbH in Schmergow statt. Der Familienbetrieb baut im Havelland Äpfel auf 65 Hektar die Sorten Galmac, Elstar, Boskoop, Jonathan, Pinova, Pilot und Rubinette an.

Die Märkische Obstbau GmbH wurde von dem jetzt 42-jährigen Geschäftsführer Jörg Seidel 1990 gegründet. Derzeit werden in dem Familienbetrieb zwei feste Mitarbeiter sowie 20 bis 50 Saisonarbeitskräfte beschäftigt. Neben Äpfel werden auf weiteren 231 Hektar Pflaumen, Birnen, Süß- und Sauerkirschen, Aprikosen, Erdbeeren, Kartoffeln, Getreide sowie Gurken und Dill angebaut. In der Vergangenheit wurden 20 Hektar Neupflanzungen realisiert, davon 10 Hektar mit Äpfeln.

Obstbauer Seidel schätzt seine diesjährige Ernte auf 210 Tonnen Äpfel. Im letzten Jahr waren es noch 1.000 Tonnen. Fünf bis zehn Prozent hat er zusätzlich durch „Sonnenbrand“ verloren. Eine Ergebnis der großen Hitze welche zu braunen Flecken auf der Schale führt.

Der Minister für Landwirtschaft nennt übrigens einen Apfelgarten sein eigen. Kurz hinter Philadelphia in Brandenburg und das auch nur symbolisch!

 
 

Für Sie vor Ort

DAS BÜRGERBÜRO
Ernst-Thälmann-Straße 32A
15366 Neuenhagen
Telefon 03342/ 212 446
E-Mail wk(at)joergvogelsaenger.de

Öffnungszeiten:
Di-Mi jeweils 14:00 - 18:00 Uhr
Freitag 13:00 - 15:00 Uhr

Bitte beachten Sie: Verabreden Sie
bitte einen Termin mit dem
Landtagsabgeordneten
Jörg Vogelsänger

Wo ist was los?

Alle Termine öffnen.

26.08.2020, 10:00 Uhr - 20:00 Uhr Plenarsitzung des Landtages Brandenburg
Information zu Sitzungen des Landtages Brandenburg

27.08.2020, 10:00 Uhr - 20:00 Uhr Plenarsitzung des Landtages Brandenburg
Information zu Sitzungen des Landtages Brandenburg

28.08.2020, 10:00 Uhr - 20:00 Uhr Plenarsitzung des Landtages Brandenburg
Information zu Sitzungen des Landtages Brandenburg

Alle Termine

Corona: Telefone & Adressen

Unterbrechen Sie die Infektionskette!

Aktuelle Lage COVID-19 Lage im Land Brandenburg. Installieren Sie die Corona Warn App auf ihr Smartphone. Bitte beachten Sie die aktuellen Warungen des Bundes. Auch bei den Reisewarnungen des Auswärtigen Amtes  gibt es immer wieder Aktualisierungen. Ein gute Übersicht über Reisen im Lande und International bietet auch der ADAC.

Die Notbremse

Bei mehr als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen (Berlin 30) soll es regional wieder Beschränkungen geben. Bisher liegen alle Kreise und kreisfreien Städte in Brandenburg darunter.

Was tun bei COVID-19

Erkrankt? Setzen Sie sich nicht in das Wartezimmer Ihres Arztes. Gehen Sie nicht zur Notaufnahme! Rufen Sie an! Oder informieren Sie das Gesundheitsamt, das für Sie zuständig ist. Ärztlicher Bereitschaftsdienst (ohne Vorwahl): 116 117

Auskünfte des Landes

Das Bürgertelefon der Landesregierung: 0331 866-5050 montags bis freitags von 9:00 bis 19:00 Uhr. Keine medizinische und rechtliche Beratung zum Coronavirus.
Gesundheitsministerium: Einschränkungen im Land und alle weiteren Informationen
Für Fragen und Anliegen: buergeranfragen-corona@brandenburg.de
Antworten auf häufig gestellte Fragen: www.corona.brandenburg.de.

Infos von Bund und Wissenschaft

Bundesgesundheitsministerium: Was muss ich beachten?
Bundesaußenministerium: Reisebeschränkungen
Robert Koch Institut: Daten und Informationen aus Erster Hand
Robert Koch Institut: Internationale Risikogebiete

Landkreis Oder-Spree

Infotelefon Landkreis Oder-Spree: (03366) 35-2002
Infotelefon Helios-Klinikum: (0800) 8 123 456
Beachten Sie auch das Internet des Landkreises Oder-Spree oder Ihrer Gemeinden
Fährt mein Bus, meine Bahn: Prüfen Sie den Fahrplan des VBB!

COVID-19: Aktueller Stand

Robert Koch Institut (RKI): Deutschland
Wikipedia: Pandemie - ein großer Überblick
Hopkins Universität: Internationale Entwicklung

Weitere Telefonnummern

Unabhängige Patientenberatung Deutschland: 0800 011 77 22
Übersicht Bürgertelefone der Landkreise und kreisfreien Städte: https://kkm.brandenburg.de/kkm/de/start/hotlines/
Hilfetelefon für Menschen mit Demenz und deren Angehörige: 0331 27346111
Telefonseelsorge: 0800-1110111 oder 0800-1110222 oder 116 123
Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“: 08000 116 016
Hilfetelefon für Kinder und Jugendlichen: 116 111

Nachrichten

07.07.2020 10:33 Digitale Ausstattungsoffensive – 500 Millionen für mehr Bildungsgerechtigkeit
Gute Nachrichten für Schülerinnen und Schüler, die zuhause nicht auf Laptops zugreifen können. Auf Initiative der SPD stellt der Bund den Ländern ab sofort 500 Millionen Euro bereit, damit diese Laptops oder Tablets an Kinder und Jugendliche ausleihen. „Eine tolle Zukunftsinvestition, damit auch wirklich alle Kinder und Jugendliche gleichberechtigt lernen können“, sagt SPD-Chefin Saskia Esken.

07.07.2020 10:14 Rix/Ortleb zu Gleichstellungsstiftung
Gleichstellungsstiftung des Bundes kommt Auf Initiative der SPD-Bundestagsfraktion haben sich die Koalitionsfraktionen auf die Einrichtung einer Stiftung zur Förderung der Gleichstellung verständigt und damit den Weg für eine nachhaltige Gleichstellung in allen Lebensbereichen geebnet. „Gleichstellung in Politik, Wissenschaft und Wirtschaft ist eine der zentralen Gerechtigkeitsfragen unserer Zeit. Mit der Einrichtung der Gleichstellungsstiftung nehmen wir die

04.07.2020 10:29 Kohleausstieg: Strukturwandel verantwortungsvoll gestalten
Der Deutsche Bundestag hat heute das Kohleausstiegsgesetz und Strukturstärkungsgesetz beschlossen und stellt damit die Weichen für eine sozialverträgliche und klimaneutrale Wirtschafts- und Energiepolitik. „Zum ersten Mal hat eine Bundesregierung einen klaren Pfad für einen ökonomisch- und sozialverträglichen und rechtssicheren Kohleausstieg vorgelegt. Energiewende wird jetzt sehr konkret. Das ist weit mehr als das, was vor drei

02.07.2020 16:35 Die Grundrente kommt! Respekt!
Frauen und Männer, die nur wenig Rente haben trotz eines langen Arbeitslebens, werden künftig spürbar mehr in der Tasche haben. Die Grundrente kommt! Wer 33 Jahre lang in die Rentenkasse eingezahlt hat, hat künftig Anspruch auf die Grundrente, wenn ansonsten die Rente zu niedrig wäre. Auch Jahre, in denen die eigenen Kinder erzogen oder Angehörige

29.06.2020 16:36 Kinderbonus ist beschlossene Sache
Der Deutsche Bundestag hat heute den Kinderbonus zusammen mit weiteren Teilen des Konjunkturpaktes beschlossen. Vorbehaltlich der Zustimmung des Bundesrats werden im September 200 Euro und im Oktober 100 Euro automatisch zum Kindergeld ausgezahlt. In Kombination mit weiteren Maßnahmen wie zum Beispiel der Senkung der Mehrwertsteuer und dem erhöhten Entlastungsbetrag für Alleinerziehende werden Familien spürbar mehr

Ein Service von info.websozis.de