Nach Sturmtief Xavier: Waldumbau geht weiter

Veröffentlicht am 18.10.2017 in Umwelt

Noch läuft das große Aufräumen nach dem Sturmtief Xavier. Gleichzeitig beginnt in diesen Tagen in den Brandenburger Wäldern wieder die Pflanzzeit. Geplant sind 1.500 Hektar Umbaufläche mit neuen Laubbäumen. Ein Überblick.

Eine Anmerkung: Bitte verstehen Sie als Spaziergänger die Anwesenheit von Forstarbeitern nicht, sich ebenfalls und dann auch noch unbekümmert in den Wäldern aufzuhalten. Verdrehtes Bruchholz, fallende Äste sind immer noch ein großes Risiko!

Traubeneichen, Stieleichen und Rotbuchen werden am häufigsten gepflanzt, aber auch seltenere Laubbäume wie Hainbuchen, Bergahorne und Winterlinden sowie Roterle. Gegenwärtig pflanzen die Forstarbeiter jedes Jahr mindestens sechs Millionen Laubbäume neu. Damit macht der Landesbetrieb Forst Brandenburg (LFB) die Wälder auch fit für die Herausforderungen des Klimawandels.

Rund ein Viertel der Wälder von Brandenburg befinden sich im Eigentum des Landes. Der Anteil der Kiefernbestände ist im Landeswald mit 70 Prozent nach wie vor zu hoch. Der Umbau vom reinen Kiefernwald (Holzacker) zu standortgerechten Mischungen aus Kiefern- und Laubbäumen eine Aufgabe für Generationen.

Neben dem Pflanzen gehört das Verjüngen der Waldbestände zur Brandenburger Strategie im Waldumbau. Hierzu gehören angepasste Wildbestände – sprich Reduzierung durch Abschuss. Die jungen Bäume sind nämlich eine Delikatesse für Rotwild und anderes Getier. Erst dann kann auf einen kostenintensiven Bau von Zäunen verzichtet werden.

Wie wichtig Waldumbau ist, hat Sturmtief Xavier wieder gezeigt. Natürliche Verjüngungen und bewusste Pflanzungen halten viele kleine Bäume in der unteren Waldschicht als Reserve vor. Bricht das Altholz, so steht die nächste Baumgeneration bereits bereit.

Die durch Xavier gebrochenen und geworfenen Bäume werden im Landesforst nicht alle beseitigt. Vielmehr verbleiben viele von ihnen als Totholz im Wald. Sie werden langsam zerfallen und Pilzen oder Insekten als neuer Lebensraum dienen.

 
 

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