Papendieck: Regionale Zentren und Hausärzte sollen impfen

Veröffentlicht am 11.01.2021 in Unterbezirk

Die Impfstrategie im Landkreis Oder Spree sollte so schnell wie möglich auf eine breitere Basis gestellt werden. Das fordert der SPD-Kreistagsfraktionsvorsitzende Mathias Papendieck, der sich in diesem Jahr auch um ein Bundestagsmandat bewirbt. Wir brauchen dringend dezentrale Impf-Einrichtungen sowie Hausärzte, die ihre Patienten mit dem Serum fachgerecht versorgen. Damit geht er über die Initiative des Landtagsabgeordneten Jörg Vogelsänger hinaus, der für die Landkreise Oder Spree und Märkisch Oderland jeweils eigene Impfzentren anregte.

Der Kreistagsabgeordnete Mathias Papendieck plädiert für eine stärkere Einbindung der Kommunen mit ihren Einwohnermeldeämtern in der Impfkampagne. „Zur Steigerung der Effektivität sollten sie die Menschen, die aktuell geimpft werden dürfen, direkt von den Einwohnerämtern angeschrieben werden“, so Papendieck. Er weist auf das Beispiel Berlin hin.

Ein koordiniertes Vorgehen von Kommunen mit dem Gesundheitsamt des Landkreises Oder-Spree und den Impfzentren vor Ort sei erstrebenswert. Es sei auch sinnvoll, die mobilen Teams nicht nur in Pflegeeinrichtungen einzusetzen, sondern auch in kleineren Orten des ländlichen Raums. So wäre Brandenburgern geholfen, die nur sehr schwer die weit entfernten Impfzentren erreichen können.

Der SPD-Kreistagsfraktionsvorsitzende Mathias Papendieck folgt damit einer Initiative des Landtagsabgeordneten Jörg Vogelsänger, der letzte Woche ein Impfzentrum im westlichen Bereich des Landkreises Oder-Spree (z.B. in Fürstenwalde, Grünheide oder Erkner) gefordert hatte. Rolf Lindemann, Landrat des Landkreises Oder-Spree, signalisierte auf Anfrage der SPD-Kreistagsfraktion bereits seine Zustimmung.

Impfstrategie muss nachvollziehbar sein

Auch die SPD im Landkreis Oder-Spree fordert eine nachvollziehbare Impfstrategie. „Es muss rasch Klarheit herrschen, wer sich wann und wo impfen lassen kann. Die Impfstrategie darf nicht an den kommunal Verantwortlichen vorbei entwickelt werden.“ so Frank Steffen, Beeskows Bürgermeister und Vorsitzender der SPD Oder-Spree. Bisher seien die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister nicht einbezogen, obwohl sie über die erforderlichen lokalen Kenntnisse verfügen.

Steffen begrüßt die Initiativen des Landtagsabgeordneten Jörg Vogelsänger und des Vorsitzenden der Kreistagsfraktion Mathias Papendieck. „Das ist der richtige Weg. Dezentral und schnell impfen, dass nutzt uns allen.“ fordert Frank Steffen. Es könne nicht sein, dass hochbetagte, die zu Hause gepflegt werden, nicht wüssten wie sie zu einem Impfzentrum gelangen. Gerade für sie muss es flexible Impfteams geben. 

Impftempo beschleunigen

Die Entwicklung spricht für die Überlegungen von Frank Steffen und Mathias Papendieck: Die Zulassung des Impfstoffes von Moderna und anderer Hersteller würde das Impfstoffkontingent deutlich erhöhen. Das Moderna-Serum könne bereits bei minus 20 Grad über einen längeren Zeitraum gelagert werden, was die Anforderungen an die Logistik deutlich senkt. Papendieck: „Aufwändige Tiefkühlanlagen mit Temperaturen bis zu minus 70 Grad, wie sie beim Biontech-Produkt nötig sind, entfallen. So können auch in ländlichen Regionen leichter Impfstationen öffnen.“

Um das Tempo der Impfkampagne zu erhöhen sollten die Menschen langfristig auch von ihrem Hausarzt und in Apotheken geimpft werden, fordert Mathias Papendieck. „Es war von Anfang an klar, dass ein Impfstoff dieser Pandemie ein Ende setzen kann. Wir sollten nun alle Mittel ergreifen, um das Risiko für alle Menschen zu mindern“, drängt Papendieck.

Hintergrund

Aktuell gilt im Landkreis Oder-Spree wie auch im ganzen Land Brandenburg Phase 1 der bundesweiten Impfstrategie. Gegenwärtig werde alle Senioren über 80 Jahre sowie Mitarbeiter im medizinischen Bereich, Pflegeheimbewohner und Patienten mit medizinischem Risiko (Indikation) im Impfzentrum Schönefeld und ab dem 20.01.21 in Frankfurt (Oder) geimpft. Berechtigte dieser Gruppe müssen in Brandenburg die Hotline (Nr: 116117) kontaktieren, um einen Termin zu erhalten. Pflegeeinrichtungen werden von mobilen Teams besucht.

 
 

Für Sie vor Ort

Landtagsbüro
Alter Markt 1
14467 Potsdam
Tel.: 0331/966 1330
Fax: 0331/966 1307
E-Mail: Joerg.Vogelsaenger@spd-fraktion.brandenburg.de
Wahlkreisbüro Erkner
Für Sie geöffnet

Montag: 13:00 bis 16:00 Uhr
Dienstag: 9:00 bis 12:00 Uhr
Donnerstag: 14:00 bis 18:00 Uhr

Dr.-Hans-Lebach-Str. 1a
15537 Erkner
Tel.: 03342/212 446
Fax: 03342/424 19 66
E-Mail: wk@JoergVogelsaenger.de
Wahlkreisbüro Neuenhagen
Für Sie geöffnet
Dienstag    14:00 - 18:00 Uhr
Mittwoch   14:00 - 18:00 Uhr
Freitag          9:00 - 12:00 Uhr

Ernst-Thälmann-Str. 32a
15366 Neuenhagen
Tel.: 03342/212 446
Fax: 03342/424 19 66

Bitte verabreden Sie rechtzeitig
einen Termin mit Ihrem
Landtagsabgeordneten Jörg Vogelsänger

Wo ist was los?

Alle Termine öffnen.

23.08.2026, 15:00 Uhr - 30.08.2026, 21:00 Uhr Wanderausstellung „ToleranzRäume“
Eine Woche lang steht der Marktplatz in Grünheide ganz im Zeichen von Begegnung, Austausch und gelebter V …

29.08.2026, 15:00 Uhr - 30.08.2026, 00:30 Uhr Woltersdorf meets Electronic Music

01.09.2026, 18:30 Uhr - 21:00 Uhr Schöneiche Gemeindevertretung

Alle Termine

Koalitionsvertrag SPD CDU

Verantworung für Brandenburg

Nachrichten

24.08.2026 19:52 Pflegenden Angehörigen die Alterssicherung zu kürzen, wäre das falsche Signal
Die angekündigte Kurskorrektur von Bundesgesundheitsminister Linnemann bei der Pflegereform unterstützen wir, sagt Christos Panztazis. Dafür braucht es aber auch eine gerechte Gegenfinanzierung. „Wir begrüßen die angekündigte Kurskorrektur von Bundesgesundheitsminister Linnemann ausdrücklich. Es ist richtig, die geplante Kürzung der Rentenbeiträge für pflegende Angehörige komplett zurückzunehmen. Wir als SPD haben von Anfang an deutlich gemacht: Die Stabilisierung… Pflegenden Angehörigen die Alterssicherung zu kürzen, wäre das falsche Signal weiterlesen

03.07.2026 18:19 Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen – Abenteuerliches Vorhaben: Krankschreibungspflicht ab dem ersten Tag ist nicht zielführend und kontraproduktiv
Zum aktuellen Reformpaket der Bundesregierung warnt der Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Gesundheit der SPD vor negativen Folgen. „Der von der Union durchgesetzte Punkt der Koalitionsausschusseinigung, dass künftig bereits ab dem ersten Tag eine ärztliche Krankschreibung eingeholt werden muss, ist völlig abenteuerlich“, erklärt der Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen (ASG) Boris Velter. „Wenn nun… Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen – Abenteuerliches Vorhaben: Krankschreibungspflicht ab dem ersten Tag ist nicht zielführend und kontraproduktiv weiterlesen

23.06.2026 19:06 Dagmar Schmidt zu den Empfehlungen der Rentenkommission
Reform muss zu spürbaren Verbesserungen gegenüber dem Status quo führen Der Abschlussbericht der Rentenkommission ist eine gute Grundlage für eine umfassende Reform, die wir jetzt gründlich beraten und dann auf den Weg bringen wollen. „Die Kommission hatte die Aufgabe, Vorschläge zu entwickeln, wie insbesondere Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen ihren Lebensstandard im Alter sichern… Dagmar Schmidt zu den Empfehlungen der Rentenkommission weiterlesen

20.06.2026 12:14 Gabriela Heinrich zum Weltflüchtlingstag
117 Millionen Menschen auf der Flucht Gabriela Heinrich, menschenrechtspolitische Sprecherin: Am 20. Juni, dem Weltflüchtlingstag der Vereinten Nationen, wird daran erinnert, dass Millionen Menschen gezwungenermaßen ihre Heimat verlassen mussten. Hinter den Zahlen stehen persönliche Geschichten und individuelle Schicksale. „Aktuell sind weltweit über 117 Millionen Menschen auf der Flucht, darunter viele Kinder, oftmals ohne die Begleitung… Gabriela Heinrich zum Weltflüchtlingstag weiterlesen

18.06.2026 12:25 „Fatales Signal an Kommunen und Verbraucher:innen“
Rechte Mehrheit im EU-Parlament stellt Vereinbarung für sauberes Wasser infrage Das Europäische Parlament hat heute eine Resolution zur Umsetzung der Kommunalabwasserrichtlinie (KARL) verabschiedet. Die in der vergangenen Legislatur beschlossene Vereinbarung zur Verbesserung der Wasserqualität sieht Vorschriften für eine durch Unternehmen gestützte Finanzierung der sogenannten 4. Reinigungsstufe vor. An dieser finanziellen Großaufgabe sollen vor allem Kosmetik-… „Fatales Signal an Kommunen und Verbraucher:innen“ weiterlesen

Ein Service von info.websozis.de