Wälder werden gesperrt: Mit Hubschraubern gegen Eichenprozessionsspinner

Veröffentlicht am 09.05.2016 in Umwelt

In Brandenburg werden in den nächsten Wochen wiederholt Waldstücke gesperrt. Es geht gegen die Raupen der Eichenprozessionsspinner. Die Flächen werden per Hubschrauber oder vom Boden aus mit Sprühkanonen mit dem Insektizid Dipel ES behandelt. Das Bakterienpräparat wirkt selektiv auf den Eichenprozessionsspinner.

Die Areale sind während des Sprühen mit Schildern gekennzeichnet und dürfen nicht betreten werden. Auf den behandelten Flächen gelten Beeren, Kräuter und Pilze drei Wochen lang als ungenießbar. Auch wenn es schwerfallen mag: Nicht Sammeln oder Pflücken. Stehen lassen. Die Raupen der Eichenprozessionsspinner sind für Menschen nicht ungefährlich. Bei Berührung können ihre Brennhaare heftige allergische Reaktionen auslösen.

In der 19. Kalenderwoche (ab 9. Mai 2016) beginnen Pflanzenschutzmaßnahmen für rund 460 Hektar Wald gegen die Raupen des Eichenprozessionsspinners in den Landkreisen Teltow-Fläming, Havelland, Ostprignitz-Ruppin und Prignitz. Der erste Start der Hubschrauber wird in Kemnitz (Landkreis Teltow-Fläming) erfolgen.

Der Insektizideinsatz erfolgt nur bei geeigneten Witterungsbedingungen. Regen oder starker Wind führen zum sofortigen Abbruch der Maßnahmen. Je nach Witterung werden die Pflanzenschutzeinsätze der Forstverwaltung nach etwa einer Woche abgeschlossen sein. Wo ein Einsatz von Pflanzenschutzmitteln oder Bioziden nicht möglich ist, werden die Raupen mechanisch entfernt. Die Kosten der diesjährigen Flüge betragen etwa 125.000 Euro.

„Die Entscheidung für einen Insektizideinsatz im Wald ist nach sorgfältiger Prüfung und Auswertung des Monitorings getroffen worden. Nach gründlicher Abwägung, auch der ökologischen Konsequenzen, ist eine Bekämpfung der Schadinsekten mit Insektiziden erforderlich, um massive Fraßschäden und damit ein großflächiges Absterben der Bäume zu verhindern und Menschen gesundheitlich nicht zu gefährden“, erklärte Jörg Vogelsänger.

Die Forstbehörde haben mit einem mehrstufigen Monitoringverfahren die zu behandelnde Fläche neu eingeschätzt. Wo Schwellenwerte nicht überschritten wurden und eine unmittelbare Waldbedrohung nicht mehr gegeben war, wurde auf den Einsatz des Insektizids verzichtet.

Um Auswirkungen auf den Naturhaushalt möglichst gering zu halten, wird für die Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners das sehr selektiv wirkende Bakterienpräparat Dipel ES eingesetzt. Die erforderliche Genehmigung des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit für die Ausbringung mit Luftfahrzeugen liegt vor.

Bei Einsatz sind strenge Anwendungsbestimmungen einzuhalten. Abstände zu Gewässern und Siedlungen sind vorgeschrieben. In Schutzgebieten erfolgt eine Behandlung des Waldes nur, wenn die zuständigen Behörden ihre Zustimmung erteilt haben.

Im Jahre 2015 kostete der Kampf gegen den Eichenprozessionsspinners rund 1,3 Millionen Euro. Dabei wurden die Raupen auf über 3.000 Hektar bekämpft. In den allermeisten Fällen kam auch vor einem Jahr das Insektizid DIPEL ES zum Einsatz. Ebenfalls aus der Luft mit Hubschraubern oder mit Sprühkanonen vom Boden ausgebracht.

An Straßen und Autobahnen auf wurden wurden Eichen auf einer Länge von insgesamt 194 Kilometern sowie weitere 24.000 Einzelbäume behandelt. In besonders sensiblen Bereichen wurden die Raupen und deren Nester mechanisch, etwa durch Absaugen, entfernt. Ausbreitungsschwerpunkte waren insbesondere Befallsflächen, die im Vorjahr nicht behandelt wurden.

Mehr Informationen zur Behandlung von Flächen und Termine unter: www.forst.brandenburg.de

 

 
 

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