Was ist Natura 2000 und wo liegen FFH-Gebiete?

Veröffentlicht am 17.10.2018 in Umwelt

Brandenburgs Agrar- und Umweltminister Jörg Vogelsänger informierte heute im Rahmen eines Fachgesprächs im Landtag über die Umsetzung der Natura 2000 sowie die Sicherung der FFH-Gebiete in Brandenburg. Um was geht es?

Schutz von Europas Natur

Natura 2000 ist ein europaweites Netz von Schutzgebieten zur Erhaltung gefährdeter oder typischer Lebensräume und Arten. Es dient der langfristigen Sicherung der biologischen Vielfalt innerhalb der EU. Die Umsetzung von Natura 2000 zählt zu den wichtigsten Fachaufgaben der Naturschutzverwaltung.

Für Brandenburg wurden seinerzeit 607 solcher besonders schützenswerten Gebiete als FFH-Gebiete (gemäß der Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie) an die EU gemeldet. Diese machen zusammen mit 27 Vogelschutzgebieten rund 26 Prozent der Landesfläche. Die rechtliche Sicherung dieser Gebiete auf nationaler Ebene soll noch 2018 abgeschlossen werden.

Breite Beteiligung

Bis Ende 2020 erfolgt die Managementplanung, die von einer breiten Öffentlichkeitsarbeit sowie einer Einbeziehung der Landnutzer und Eigentümer begleitet wird. Dafür müssen bis 2020 noch 195 Managementpläne erarbeitet werden. Diese legen fest, durch welche Maßnahmen die Schutzziele zu erreichen sind.

Rechtliche Voraussetzungen

Ein wichtiges Mittel zur Umsetzung konkreter Maßnahmen ist der Vertragsnaturschutz in FFH-Gebieten. Dafür werden die Mittel 2019 auf 3,6 Millionen Euro erhöht. Auch im Wald soll zukünftig Vertragsnaturschutz möglich sein. Brandenburg setzt sich dafür ein, dass noch in diesem Jahr der GAK-Rahmenplan (Gemeinschaftsaufgabe Agrarstruktur & Küstenschutz) geändert und damit der Weg für eine Förderung in den Ländern eröffnet wird.

„Wir tragen eine hohe Verantwortung für den Schutz besonders wertvoller Lebensräume. Diese zu erhalten ist eine gesellschaftliche Aufgabe, an der Naturschützer als auch Landnutzer und Eigentümer mitwirken müssen". So Umweltminister Jörg Vogelsänger. "Wir gehen auf die Landnutzer zu und stellen für die Umsetzung von Maßnahmen zusätzliche Mittel bereit.“

 
 

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