Wenige Waldbrände im Jahr 2014 – niedrigster Wert seit 1990

Veröffentlicht am 01.12.2014 in Umwelt

Sie lassen nichts Gutes ahnen: Die Rauchsäulen über Brandenburgs Wäldern. Die „Waldbrandsaison“ begann auch in diesem Jahr nicht besonders ermutigend. Allein im Juli 2014 gab es bereits 20 Brände auf fast 6,5 Hektar Fläche. Mit dem Hochsommer erreichte die Waldbrandgefahr ihren Höhepunkt: In allen 14 Landkreisen galt die höchste Stufe 5 „sehr hohe Gefahr“. Dann kam der Regen. Entwarnung! Die Bilanz des gesamten Jahres: Es brannte 2014 nur auf 27,4 Hektar Wald, der niedrigste Wert seit 1990. Insgesamt kam es zu 115 Waldbränden. Zum Vergleich: Im Durchschnitt brannten in den vergangenen zehn Jahren die Wälder 230 mal.

In Brandenburg ist die Waldbrandgefahr genauso hoch wie in Italien, Griechenland oder Spanien. Sandiger Boden , Nadelwälder und relativ wenig Regen machen die Mark zu einer „brandgefährlichen Region“ in Europa. Doch in diesem Jahr brannte es in den Forsten deutlich weniger.

„Wir haben seit Wiedergründung des Landes im Jahre 1990 landesweit die geringsten Schäden durch Waldbrände zu verzeichnen.“ So Brandenburgs Forstminister Jörg Vogelsänger. „Das kameragestützte Waldbrandfrüherkennungssystem, das in Brandenburg zuerst getestet wurde, die Investitionen in die nötige Infrastruktur, um im Schadensfall schnell vor Ort sein zu können, zahlen sich aus – es sind nicht nur Investitionen für den Erhalt unserer Wälder, sondern auch Investitionen für die Sicherheit der Menschen.“

Neben dem verregneten Sommer hat das flächendeckende Waldbrandfrüherkennungssystem „Fire Watch“ dazu beigetragen, Großbrände zu verhindern. Seit im Jahr 2000 die ersten Kameras in die Erprobungsphase gegangen sind, hat sich das System bestens bewährt. Gegenwärtig drehen sich in der Zeit von 1. März bis 30. September 108 Kameras über märkischen Wäldern. In sechs Waldbrandzentralen werden die Bilder ausgewertet und sofort Alarm bei der zuständige Regionalleitstelle der Feuerwehr ausgelöst, wenn ein Brand erkannt wird. Zeitgleich wird auf einem zweiten Monitor der genaue Brandort auf einer topographischen Karte angezeigt.

Rund 50 Prozent der Waldbrände werden durch die Kameras in kürzester Zeit erkannt. „Jede Minute, die ein Waldbrand früher gemeldet wird, trägt dazu bei, dass dieser in der Entstehungsphase gelöscht werden kann und sich der Schaden für den Waldbesitzer und die Natur in Grenzen hält“, so Vogelsänger.

Neben der Waldbrandfrüherkennung investiert Brandenburg in vorbeugende Waldbrandmaßnahmen. Dazu gehören der Umbau der Kiefernwälder in Mischbestände, die Anlage von Löschwasserentnahmestellen und Waldbrandriegen und die Instandsetzung von Wegen für die Brandbekämpfung.

Der Mensch ist übrigens der Hauptschuldige: Es sind achtlos weggeworfene Kippen! Lagerfeuer zu nah am Waldrand. Glutnester aus Grillstationen! Aber auch der heisse Auspuff eines geparkten Autos! Der sprichwörtlich kleinste Funke genügt und schon lodern die Flammen in den knochentrockenen Wäldern Brandenburg. Besonders gefährlich: Kiefern und andere Nadelhölzer. Über 90 Prozent aller Waldbrände verursachen Menschen.

Die Vorbereitungen für die Waldbrandsaison 2015 laufen bereits. Bei trockener Witterung muss schon im März wieder mit den ersten Waldbränden gerechnet werden. Die für den Wald günstige Sommerwitterung in diesem Jahr darf nicht darüber hinwegtäuschen: Der Klimawechsel wird die Waldbrandgefahr in den nächsten Jahren eher ansteigen lassen. Wetterextreme mit Hitzeperioden und Starkregen werden weiter zunehmen.

Jahr

Anzahl

Fläche

durchschnittliche Fläche

 

 

(Hektar)

(Hektar)

1975

487

923

1,90

1976

1259

2296

1,82

1977

106

56

0,53

1978

434

367

0,85

1979

323

194

0,60

1980

407

302

0,74

1981

278

276

0,99

1982

1161

1251

1,08

1983

641

1688

2,63

1984

284

317

1,12

1985

300

184

0,61

1986

384

207

0,54

1987

147

74

0,51

1988

549

381

0,69

1989

653

337

0,52

1990

477

450

0,94

1991

522

441

0,84

1992

1024

1296

1,27

1993

510

656

1,29

1994

532

582

1,11

1995

406

139

0,34

1996

398

210

0,52

1997

458

161

0,35

1998

299

83

0,88

1999

375

134

0,35

2000

425

186

0,43

2001

174

35

0,20

2002

222

39

0,18

2003

679

600

0,88

2004

157

87

0,56

2005

152

50

0,32

2006

318

311

0,98

2007

165

45

0,27

2008

321

353

1,10

2009

243

86

0,35

 

 
 

Für Sie vor Ort

Landtagsbüro
Alter Markt 1
14467 Potsdam
Tel.: 0331/966 1330
Fax: 0331/966 1307
E-Mail: Joerg.Vogelsaenger@spd-fraktion.brandenburg.de
Wahlkreisbüro Erkner
Für Sie geöffnet

Montag: 13:00 bis 16:00 Uhr
Dienstag: 9:00 bis 12:00 Uhr
Donnerstag: 14:00 bis 18:00 Uhr

Dr.-Hans-Lebach-Str. 1a
15537 Erkner
Tel.: 03342/212 446
Fax: 03342/424 19 66
E-Mail: wk@JoergVogelsaenger.de
Wahlkreisbüro Neuenhagen
Für Sie geöffnet
Dienstag    14:00 - 18:00 Uhr
Mittwoch   14:00 - 18:00 Uhr
Freitag          9:00 - 12:00 Uhr

Ernst-Thälmann-Str. 32a
15366 Neuenhagen
Tel.: 03342/212 446
Fax: 03342/424 19 66

Bitte verabreden Sie rechtzeitig
einen Termin mit Ihrem
Landtagsabgeordneten Jörg Vogelsänger

Wo ist was los?

Alle Termine öffnen.

24.07.2026, 16:00 Uhr - 18:00 Uhr Verkehrte Welt! Fahrgäste verabschieden einen Bahnhof

01.08.2026, 19:00 Uhr - 23:00 Uhr Tribute to U2 - Achtung Baby

09.08.2026, 09:45 Uhr - 14:00 Uhr Hoppegarten: Westminster 136.Preis von Berlin
Aktuelle Infos von der Rennbahn Sonntag, 09.0 …

Alle Termine

Koalitionsvertrag SPD CDU

Verantworung für Brandenburg

Nachrichten

03.07.2026 18:19 Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen – Abenteuerliches Vorhaben: Krankschreibungspflicht ab dem ersten Tag ist nicht zielführend und kontraproduktiv
Zum aktuellen Reformpaket der Bundesregierung warnt der Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Gesundheit der SPD vor negativen Folgen. „Der von der Union durchgesetzte Punkt der Koalitionsausschusseinigung, dass künftig bereits ab dem ersten Tag eine ärztliche Krankschreibung eingeholt werden muss, ist völlig abenteuerlich“, erklärt der Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen (ASG) Boris Velter. „Wenn nun… Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen – Abenteuerliches Vorhaben: Krankschreibungspflicht ab dem ersten Tag ist nicht zielführend und kontraproduktiv weiterlesen

23.06.2026 19:06 Dagmar Schmidt zu den Empfehlungen der Rentenkommission
Reform muss zu spürbaren Verbesserungen gegenüber dem Status quo führen Der Abschlussbericht der Rentenkommission ist eine gute Grundlage für eine umfassende Reform, die wir jetzt gründlich beraten und dann auf den Weg bringen wollen. „Die Kommission hatte die Aufgabe, Vorschläge zu entwickeln, wie insbesondere Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen ihren Lebensstandard im Alter sichern… Dagmar Schmidt zu den Empfehlungen der Rentenkommission weiterlesen

20.06.2026 12:14 Gabriela Heinrich zum Weltflüchtlingstag
117 Millionen Menschen auf der Flucht Gabriela Heinrich, menschenrechtspolitische Sprecherin: Am 20. Juni, dem Weltflüchtlingstag der Vereinten Nationen, wird daran erinnert, dass Millionen Menschen gezwungenermaßen ihre Heimat verlassen mussten. Hinter den Zahlen stehen persönliche Geschichten und individuelle Schicksale. „Aktuell sind weltweit über 117 Millionen Menschen auf der Flucht, darunter viele Kinder, oftmals ohne die Begleitung… Gabriela Heinrich zum Weltflüchtlingstag weiterlesen

18.06.2026 12:25 „Fatales Signal an Kommunen und Verbraucher:innen“
Rechte Mehrheit im EU-Parlament stellt Vereinbarung für sauberes Wasser infrage Das Europäische Parlament hat heute eine Resolution zur Umsetzung der Kommunalabwasserrichtlinie (KARL) verabschiedet. Die in der vergangenen Legislatur beschlossene Vereinbarung zur Verbesserung der Wasserqualität sieht Vorschriften für eine durch Unternehmen gestützte Finanzierung der sogenannten 4. Reinigungsstufe vor. An dieser finanziellen Großaufgabe sollen vor allem Kosmetik-… „Fatales Signal an Kommunen und Verbraucher:innen“ weiterlesen

18.06.2026 12:16 Annika Klose zum Arbeitszeitgesetz
Arbeitszeitgesetz: Flexibilisierung ist keine Einbahnstraße Im Koalitionsvertrag ist festgehalten, dass die neue Arbeitszeitregelung keine Ausweitung der Arbeitszeit gegen den Willen der Beschäftigten sein darf, so Annika Klose. „Wir haben im Koalitionsvertrag explizit vereinbart, dass eine solche Reform auch und gerade im Sinne der Vereinbarkeit von Familie und Beruf ausgestaltet werden muss. Dass es also auch… Annika Klose zum Arbeitszeitgesetz weiterlesen

Ein Service von info.websozis.de