Achtung Waldbrandgefahr 2019: Es ist knochentrocken!

Veröffentlicht am 28.02.2019 in Umwelt

Die Feuerwehren in Landkreis Dahme-Spreewald mussten vor wenigen Tagen zum ersten Waldbrand des Jahres 2019 ausrücken. Vor allem die Nadelwälder mit ihren sandigen Böden sind weiterhin viel zu trocken und damit anfällig für den kleinsten Funken. Die Dürre des vergangenen Jahren hat ihre Spuren hinterlassen und der Regen ist weitgehend ausgeblieben! Das soll auch so bleiben, prognostizieren Meteorologen. Jeder kann seinen Teil beitragen, Brände zu vermeiden.

Die Raucher unter den Waldspaziergängern scheinen eine Freude daran zu haben, in der frischen Luft ihre Zigarette zu paffen. Ohne jetzt groß über die Schädlichkeit von Teer, Kohlenmonoxid und Nikotin zu debattieren. Jede achtlos weggeworfene Kippe ist ein potentieller Brandherd, der viele Hektar Wald vernichten kann. Ein heißer Kat am Auspuff eines parkenden Autos kann ebenso ein Feuer verursachen wie ein schlampig angelegtes Lagerfeuer! Am besten: Alle möglichen Brandursachen einfach vermeiden. Nicht vergessen: Die meisten Feuer sind von Menschenhand verursacht. (Wenn nicht sogar gelegt!)

Bitte halten sie die Vorsichtsmaßnahmen ein. Ordnungswidrigkeiten können gemäß Waldgesetz (Vorschrift § 23) mit einer Geldbuße bis zu 20.000 Euro geahndet werden.

  • Informieren Sie sich bitte vor jedem Waldbesuch über die aktuelle Situation.
  • Melden Sie bitte Brände unverzüglich der Feuerwehr (Notruf 112) oder der Polizei (Notruf 110).
  • Keine glimmenden Zigaretten aus dem Auto werfen!
  • Rauchen im Wald und in der Feldflur ist zu unterlassen!
  • Im und am Wald (Mindestabstand 50 m) kein Feuer entzünden!

Waldbrandgefahrenstufen für jeden Landkreis

Die Vorbereitungen für die anstehende Waldbrandsaison sind bereits jetzt getroffen, Die Kameras der Waldbrandfrüherkennung überwachen wieder die Brandenburger Wälder. Der Deutsche Wetterdienst berechnet für jeden Landkreis täglich eine Waldbrandgefahrenstufe, die morgens um 8:00 Uhr aktualisiert wird. Aus den aktuellen Wetterdaten und den Vorhersagedaten sowie der Streufeuchte des Materials am Boden und verschiedenen Vegetationsdaten berechnet der Deutsche Wetterdienst täglich eine Waldbrandgefahrenstufe je Landkreis.

Die Gefahrenstufen gehen von 1 (sehr geringe Gefahr) über 2 (geringe Gefahr) zu 3 (mittlere Gefahr) bis hin zu 4 (hohe Gefahr) und 5 (sehr hohe Gefahr). Je nach Witterungsverlauf kann dabei die Gefahrenstufe von Tag zu Tag wechseln.

Erster Waldbrand 2019 bereits im Februar

Die Waldbrandsaison 2018 ist nicht vergessen. Insgesamt 491 Waldbrände haben rund 1.700 Hektar Wald beschädigt. Davon haben allein elf Großbrände rund 1.450 Hektar Brandenburger Wald vollständig vernichtet. Über das ganze Jahr waren die Feuerwehren nahezu im Dauereinsatz.

Am 19. Februar 2019 ging in der Leitstelle Lausitz die erste Waldbrandmeldung des Jahres ein. Sofort wurden die Feuerwehren der umliegenden Ortschaften alarmiert. Ein Bodenfeuer hatte sich auf rund 300 Quadratmetern mit trockenem Gras und Laub ausgebreitet.

Die Tageshöchsttemperaturen in den vergangenen Tagen haben schon mehrfach die 10-Grad-Marke überschritten. Der Wind und die geringe Luftfeuchtigkeit führen dazu, dass mit zunehmender Sonneneinstrahlung sofort die Waldbrandgefahr ansteigt.

Fire Watch wieder aktiv

Vom 1. März bis zum 30. September überwacht der Landesbetrieb Forst Brandenburg ab Gefahrenstufe 3 alle Waldflächen mit dem Kameraüberwachungssystem (Fire Watch). Mit der frühzeitigen Erkennung von Waldbränden kann noch schneller die Feuerwehr alarmiert werden. Je früher die Einsatzkräfte am Einsatzort sind, desto geringer im Regelfall die Schadfläche. Auch die Einsatzzeiten der fast ausschließlich freiwilligen Feuerwehren im Land verkürzen sich.

107 Sensoren überprüfen die Waldgebiete über den Baumkronen und registrieren dabei jede Rauchentwicklung. Die Informationen laufen in den sechs Waldbrandzentralen des Landesbetriebes Forst zusammen. Wird eine aufsteigende Rauchwolke als Brand erkannt werden sofort die zuständigen regionalen Leitstellen der Feuerwehren alarmiert. In den kommenden beiden Jahren wird das bereits seit 2001 bestehende Kamerasystem im Land mit EU Fördermitteln modernisiert. Für den Waldbesitzer ist die Überwachung kostenfrei. Das Land trägt die Finanzierung von Fire Watch.

 
 

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