Landpartie 2016: Alte Hoftechnik lebt

Veröffentlicht am 13.06.2016 in Landwirtschaft

Jörg Vögelsänger riskiert einen Blick in einen Getreideschroter

Alte Landwirtschaftstechnik war auf der Brandenburger Landpartie natürlich auch zu sehen. Manfred Fritz Max Arndt aus Fredersdorf/Nord ist Fan von diesen alten Maschinen und Techniken. Nah zur Metropolregion Berlin erhält und restauriert er alte Landtechnik und zeigt allen, wie damals das Getreide gedroschen und geschrotet wurde. Bericht: Christian Stauch

Die „Interessengemeinschaft Freunde alter Landtechnik“ sind ein wenig nostalgisch könnte man vielleicht sagen. Große Maschinen aus dem frühen 20. Jahrhundert stehen auf dem Hof in Fredersdorf. Was sie waren und was sie leisteten, kann man heute nur noch selten bestaunen: Einen direkten Blick auf die Geschichte der Landwirtschaft gibt's bei den Freunden alter Landtechnik in Fredersdorf. http://www.freunde-alter-landtechnik.de/

Heute fahren riesige Traktoren, Mähdrescher und andere Erntemaschinen auf den Landstraßen und Feldern. Sie kosten hunderttausende von Euro. Sie sind Zeichen, dass Arbeit in der Landwirtschaft seit dem letzten Drittel des 20. Jahrhunderts zu einer kapitalintensiven Produktion geworden ist. Was heute von einer Maschine erledigt wird, erforderte vor wenigen Jahrzehnten noch viel menschliche Kraft.

Das Dreschen, Schroten und ebenfalls das Backen von Brot ist heute industrialisiert und hochgradig automatisiert. Ein Blick zurück: Es war Handwerk, wie Nahrungsmittel noch vor 50 bis 60 Jahren hergestellt wurden. Die IG Freunde alter Landtechnik zeigen, wie es gemacht wurde. Von der Saat bis zum Brot.

In vielen Arbeitsstunden wird auf den Feldern der „Marine Roggen“ angebaut und geerntet. Dieser war im 19. Jahrhundert weit verbreitet und ist heute nur noch sehr selten zu finden. Nach der Ernte mit alten Traktoren wird der Roggen durch den Drescher geschoben. Dafür sind mindestens drei Arbeitskräfte erforderlich. Einer, der den Roggen mit der Heugabel auf die Maschine heraufreicht, einer der diesen nach und nach in die Maschine einwirft und ein letzter, der die entkörnten Getreideähren am Auswurf der Maschine verräumt oder ballt. Zum Vergleich: Heute macht das eine Maschine, die von einer Person gesteuert wird.

Nun kommt der Schroter ins Spiel. Das Korn wird gemahlen, gesiebt und für das Backen vorbereitet. Für letzteres haben die Freunde alter Landtechnik einen transportablen Backofen gebaut. Aus Lehm und Schamott selbstverständlich. Befeuert wird der Ofen mit Holz. Er dient allerdings nicht nur dem Brotbacken. Auch Schweinebraten oder andere Gerichte können in ihm zubereitet werden. Hierfür lässt Manfred Arndt den Ofen schon einmal drei Tage lang vorglühen.

Jörg Vogelsänger schaute gebannt zu: „Ein großes Kompliment an die Freunde der alten Landtechnik. Hier hat alte Technik Jahrzehnte überlebt. Mit großem Enthusiasmus werden hier alte Traditionen und alte Technik erhalten. Es ist eine agrarische Kultur, die sonst einfach verschwinden würde!“

 
 

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